Wintersport für´n Hausgebrauch

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Wintersport für´n Hausgebrauch

Es woar so mitte Januar,
doa hot a hiesges Ehepoar
in bitterkalter Winternacht
´n neuer Wintersport erdacht.
Eh se nei ins Bett sen gange,
han se oh ze knobln gfange:
Wenn du gewinnst, schloff ich bei dir,
wenn ich gewinn, schlöffst du bei mir.
Also hot sich´s so getroffe,
dass sie beiananner schloffe.
Ausgezoge öm die Wett….
verze fufze – nei ins Bett:
Du nimmst mich, ich nahm dich
gleich in bäde Ärm,
ich drück dich, du drückst mich,
wärn me bäde wärm! –
So eigedrückte Wärm tut gut,
weil sich´s drauf viel besser ruht.
Fünf Schtunn verginge so im Flug –
doa reißt de Moh die Zudeck hoch …
schrei die Fraa: „ich ho geglüht,
mach die Zudeck zu, es zieht!“
Doch kümmert sich der Moh niß dröm
un fummelt of´m Betttuch röm …
“Wos du süchst, wenn ich das erscht wüßt –
du hast wohl gar ins Bett gepisst?“.
Schlaftrunke knorrt er mit Gewimmer:
„Nee viel schlimmer – noch viel schlimmer!
Blei ruhig liege, net gerührt –
vielleicht ho ich dich vulgeschmiert“.
Doa tut die Fraa ´n heitne Schrä,
hüpft aus´n Bett: „Nu sowos, nee!“.
Un schlegt die Zudeck vollns zerück:
„Mach, daß du rauskömmst, mistig Stück“.
Nu lag das Bett frei aufgedeckt
un woar sauber, wie reingeleckt.
Doa guckt die Fraa ihr´n Moh oh fremm
un sött: „doa hastes wohl in Hemm?“.
Doa wend der Moh sei Hemmle öm …
niß is drin – goar niß is drin!
Der Moh woar glücklich: „Dunnerschlog”,
sött „nu heb moal dei Hemm hoch“ …
Die Fraa dreht´s röm, s Hemm woar rä,
niß woar ze sänn – blues kalte Bä.
Doa greif der Moh sich in die Hoar …
Sie sött: „du host geträumt, ganz kloar“.
„Ja, ja“ mänt er „ich alter Depp!
Los, widder nei ins Haiabett!“.
Un mit kalte Bä bis nauf
noahme se ihr Liedle auf:
„Du nimmst mich, ich nahm dich
gleich in bäde Ärm;
ich drück dich, du drückst mich,
wärn me bäde wärm“.
un so weiter, un so fort.
Das is Eheleuts Wintersport.[/vc_column_text][vc_column_text]Aus den 3 Heften, die Hugo Walther am 11.01.1962 Herrn Albert Fischer aus Themar für 100,00 DM verkauft hat und sein Enkel, Herr Hartmut Fischer, der Stadt Themar als Leihgabe überlassen hat. [/vc_column_text][vc_column_text][/vc_column_text][vc_column_text][back_button][/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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